Fachinformation über Maßnahmen 

der Rehabilitation und Vorsorge für Kinder und Jugendliche

Kinderkuren werden in klimatisch besonderen Lagen (See, Gebirge) durchgeführt, in speziellen Vorsorge- und Reha-Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, die von den Krankenkassen nach dem SGB V (§ 107 und § 111) anerkannt sein müssen.
In diesen Einrichtungen werden die Therapien und Behandlungsformen vom Arzt verordnet und überwacht. Die gesamte Betreuung liegt in den Händen erfahrener und engagierter Mitarbeiter, die neben den medizinischen und pflegerischen Aufgaben besonderen Wert auf Gesundheitserziehung, pädagogisch-soziale Beeinflussung und aktive Freizeitgestaltung legen.

Nach einer Studie der Universität Bielefeld sind Kinder und Jugendliche die einzige Bevölkerungsgruppe, deren Gesundheit sich in den letzten Jahren verschlechtert hat! Ein Grund mehr, sich besonders um Kinder und Jugendliche zu kümmern, ihre Defizite auszugleichen, chronische Erkrankungen zu lindern und gesundheitlichen Gefährdungen vorzubeugen.

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"Kinderkurheim Tannenblick"

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Wer bezahlt Kinderkuren ?

Kinderkuren werden von den Krankenkassen oder anderen Trägern bezahlt und sind für die Eltern zuzahlungsfrei !
Krankenkassen dürfen die Kinderkuren nicht zu den Rentenversicherungsträgern abschieben. Eine Kinderkur ist von der Sozialeinrichtung zu bezahlen, die als erste gefragt wird. Die Gleichrangigkeit der Träger (auch bei Rehamaßnahmen) wurde noch einmal am 21.04.2000 von den Spitzenverbänden der Krankenkassen bekräftigt.

Wie bekomme ich eine Kinderkur ?

Zuerst immer den Hausarzt oder den Kinderarzt fragen. Der entscheidet, ob ein Kind eine Kur braucht und  stellt einen Kurantrag oder bescheinigt die Kurbedürftigkeit für das Kind.
Mit diesen Unterlagen gehen Sie zur Krankenkasse und beantragen eine Kinderkur. Dabei können Sie in jedem Fall Wünsche äußern, in welches Haus Ihr Kind zur Kur fahren soll.

Wohin soll mein Kind zur Kur fahren ?

Senden Sie eine EMail an uns oder rufen Sie uns an (04863-2307), wir senden Ihnen gern Unterlagen und Hausprospekte.

Wie lange dauert eine Kinderkur ?

Damit die Kur Erfolg hat, sollten mindestens 4 Wochen veranschlagt werden. Manche Krankenkassen bewilligen zunächst nur 3 Wochen, die Regelzeit ist aber inzwischen für Kinder wieder bei 4 Wochen. In bestimmten Fällen sind sogar 6 Wochen angezeigt.

Wann ist die beste Zeit für eine Kinderkur ?

Dies hängt von der Krankheit ab. Besonders gute Erfolge z. B. bei Atemwegsinfekten erzielt man eher in der kühleren Jahreszeit. Im Frühsommer ist eine Kur eher bei Allergien angezeigt und bei Hautkrankheiten ist meist am besten der Sommer geeignet.
In fast allen Einrichtungen wird während der Schulzeit Kur-Unterricht erteilt. Unterrichtsversäumnisse werden dadurch weitgehend vermieden. Im Zweifelsfalle sollte immer die Gesundheit des Kindes im Vordergrund stehen! Die Schulen sind übrigens verpflichtet, die Kinder für eine ärztlich verordnete Kur vom Unterricht freizustellen!

Vorsorge oder Rehabilitation?

Die Indikationen umfassen nicht nur den medizinischen Bereich, sondern oft bestehen über die körperlichen Beeinträchtigungen hinaus auch psychosoziale oder psychosomatische Probleme.
Im Vorsorgebereich geht es vor allem darum, Erkrankungen vorzubeugen und die Anfälligkeit für Krankheiten zu verringern oder bei schon bestehenden Krankheiten eine drohende Chronifizierung zu verhindern.
In der Rehabilitation ist es wichtig, bestehende Krankheiten zu lindern, einer Verschlimmerung vorzubeugen oder auch den Umgang mit einer chronischen Erkrankung zu erlernen oder richtige Verhaltensweisen einzuüben.
Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche unterscheiden sich grundlegend von Maßnahmen für Erwachsene. So wird die Anreise fast immer zeitgleich mit den anderen Patienten stattfinden, und während einer Kur sind die Kinder immer in eine stabile Gruppe von Gleichaltrigen eingebunden. Neben dem medizinischen Personal werden die Kinder in den meisten Einrichtungen vor allem von pädagogisch ausgebildetem Personal betreut, sodaß die emotionale und psychosoziale Bezugswelt der Kinder im Vordergrund steht.
Kinder brauchen zudem erheblich mehr Zeit, bis sie die Umstellung und die klimatischen Veränderungen adaptieren.

Mehr dazu unter: 

www.tannenblick.de